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Starkregen

Häufige Fragen zum Thema Starkregen

Starkregenereignisse treten zunehmend häufiger auf und stellen Städte, Gemeinden sowie private Grundstückseigentümer vor große Herausforderungen. Innerhalb kurzer Zeit können enorme Niederschlagsmengen fallen, die zu Überflutungen von Straßen, Grundstücken und Gebäuden führen.

Mit den folgenden Informationen möchten wir erläutern, was Starkregen bedeutet, warum Überflutungen trotz funktionierender Kanalisation auftreten können und welche Möglichkeiten zum Schutz von Gebäuden bestehen.

Der technische Fachbereich unterstütz Sie gerne.

Tel. 0481/ 906-360
info@azv-region-heide.de

Von Starkregen spricht man, wenn innerhalb kurzer Zeit außergewöhnlich große Regenmengen niedergehen. Solche Ereignisse treten häufig lokal begrenzt auf und können auch dort zu Überflutungen führen, wo sonst keine Probleme bekannt sind.

Durch steigende Temperaturen und veränderte Wetterlagen nehmen Intensität und Häufigkeit von Starkregenereignissen zu. Gleichzeitig können ausgetrocknete Böden nach längeren Trockenphasen Niederschläge schlechter aufnehmen, sodass mehr Wasser oberflächlich abfließt.

Die öffentlichen Kanalnetze werden nach den geltenden technischen Regelwerken geplant und gebaut. Sie sind darauf ausgelegt, übliche und regelmäßig auftretende Niederschläge sicher abzuleiten.

Bei außergewöhnlichen Starkregenereignissen fallen jedoch innerhalb kürzester Zeit Wassermengen an, die die Kapazität des Kanalnetzes überschreiten können. In solchen Situationen kann das Wasser nicht vollständig über die Kanalisation abgeführt werden und fließt stattdessen oberirdisch über Straßen, Wege und Grundstücke ab.

Dies stellt kein Versagen des Kanalnetzes dar, sondern ist eine Folge von Niederschlagsmengen, die über die planerischen Bemessungsgrenzen hinausgehen.

Der Abwasserzweckverband Region Heide sorgt kontinuierlich für den Betrieb, die Unterhaltung und die Erneuerung der öffentlichen Entwässerungsanlagen.

Bei Neubau- und Sanierungsmaßnahmen werden aktuelle technische Vorgaben und Erkenntnisse berücksichtigt. Dennoch können selbst leistungsfähige Kanalnetze extreme Starkregenereignisse nicht vollständig aufnehmen. Ein Kanalnetz, das jede denkbare Niederschlagsmenge schadlos ableiten könnte, wäre technisch und wirtschaftlich nicht umsetzbar.

Der Schutz von Gebäuden vor Starkregen ist eine gemeinsame Aufgabe. Neben den öffentlichen Entwässerungseinrichtungen tragen auch Grundstückseigentümer Verantwortung für den Schutz ihrer Gebäude und Grundstücke.

Besondere Aufmerksamkeit sollten dabei erhalten:

  • Rückstausicherungen für Entwässerungsanlagen
  • Kellerzugänge und Lichtschächte
  • Fenster und Türen in gefährdeten Bereichen
  • Dachrinnen und Entwässerungseinrichtungen
  • Flächen, auf denen sich Niederschlagswasser sammeln oder in Richtung des Gebäudes abfließen kann

Geeignete Vorsorgemaßnahmen können dazu beitragen, Schäden durch eindringendes Wasser deutlich zu reduzieren.

Nein. Extreme Starkregenereignisse können auch bei gut ausgebauten Entwässerungssystemen zu Überflutungen führen. Das Risiko lässt sich durch technische Maßnahmen und Vorsorge reduzieren, jedoch nicht vollständig ausschließen.

Besonders gefährdet sind tieferliegende Bereiche, Senken sowie Gebäude mit Kellergeschossen oder ebenerdigen Zugängen.

Da Starkregen häufig sehr lokal auftritt und oft nur schwer vorhersehbar ist, spielt die Eigenvorsorge eine wichtige Rolle. Wer mögliche Schwachstellen am Gebäude kennt und geeignete Schutzmaßnahmen ergreift, kann das Schadensrisiko erheblich verringern.

Eine frühzeitige Vorsorge schützt nicht nur das eigene Eigentum, sondern trägt auch dazu bei, die Auswirkungen von Starkregen insgesamt zu begrenzen.

Starkregenereignisse sind schwer vorherzusagen, da sie oft sehr lokal auftreten. Einen Überblick über gefährdete Bereiche in Flensburg bietet die digitale Starkregenhinweiskarte des Landes Schleswig-Holstein.

Außerdem informieren die bekannten Warn-Apps NINA und KATWARN rechtzeitig über Extremwetter. Weitere Informationen und praktische Tipps finden Sie auf der Landesplattform Wasserstark SH.